Zwei Comic-Menschen um ein Fragezeichen

FAQ

Unsere FAQ beantworten häufig gestellte Fragen rund um die Regionalförderung der Europäischen Union in Sachsen. Neben allgemeinen Informationen stellen wir auch nützliche Hinweise zur Antragsstellung und Förderung bereit.

Allgemein

Sachsen profitiert in vielerlei Hinsicht von Europa. So unterstützt die EU Sachsen finanziell in den Bereichen Forschung, Strukturpolitik, Landwirtschaft und Verkehr. Gleichzeitig fördert die EU Kunst und Kultur sowie Digitalisierung in Sachsen.

Ein wesentliches Instrument sind dabei die Strukturfonds der Europäischen Union. Sie dienen der Förderung benachteiligter und vergleichsweise gering entwickelter Regionen sowie der Verbesserung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts innerhalb der EU. In der Strukturfondsperiode 2014-2020 standen für Sachsen EU-Mittel in Höhe von 2,751 Mrd. Euro aus den Strukturfonds zur Verfügung.
Mit der Förderung setzt die EU insbesondere auf die Bereiche, mit denen die größtmöglichen Effekte erzielt werden können.
Jeder Bürger in Sachsen profitiert, direkt und indirekt, von der EU-Förderung. Europa eröffnet Chancen und Perspektiven – für jeden Bürger!

Die Finanzmittel stammen aus dem EU-Haushalt, in den die Mitgliedstaaten unterschiedlich viel einzahlen. Der Haushalt wird gemeinsam von Kommission, Rat und Parlament beschlossen.  Mehr als 94 Prozent des EU-Haushalts kommen den Bürgerinnen und Bürgern, Regionen, Kommunen, Landwirten und Unternehmen zugute – auch in Sachsen.

Das Wort „Kohäsion“ steht in der Politik für den Zusammenhalt zwischen Staaten beziehungsweise Regionen. Um diesen Zusammenhalt zu stärken, sollen die Lebensverhältnisse der Menschen in allen Regionen der EU angeglichen werden. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist der Abbau von Defiziten in einzelnen Bereichen. Die Kohäsionspolitik unterstützt deshalb die Regionen in der EU dabei, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen zu stärken, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

EFRE ist die Abkürzung für Europäischer Fonds für regionale Entwicklung. Der EFRE dient der Förderung benachteiligter Regionen und Gebiete mit Strukturproblemen. Im Fokus stehen Forschung, Innovation und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen. Dort werden die Fördermittel zur Verbesserung der Informationssicherheit, zur Markteinführung innovativer Produkte oder zur Entwicklung neuer Technologien eingesetzt. Zudem fließen EFRE-Mittel in den Klimaschutz sowie in eine nachhaltige Stadtentwicklung.

ESF ist die Abkürzung für Europäischer Sozialfonds.

Der ESF ist das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument der Europäischen Union zur Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration seiner Bürger in Europa. Er fördert Maßnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung von Arbeitslosigkeit; er verbessert die Beschäftigungschancen durch Ausbildung und Qualifizierung und er trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei. Hiervon profitieren insbesondere Arbeitslose und Arbeitsuchende, Schüler beim Übergang in Ausbildung und Beruf, Arbeitnehmer aber auch Existenzgründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Besonderes Gewicht legt der ESF auf die Gleichbehandlung von Frauen und Männern, die Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung und die Nachhaltigkeit. Aber auch die Förderung von Forschenden ist mit ESF Mitteln möglich genauso wie Projekte im Bereich der sozialen Stadtentwicklung.

Die EU fördert etwa Vorhaben, die den Ausstoß von Treibhausgasen im Freistaat Sachsen senken. Allein zwischen 2014 und 2020 flossen in Sachsen insgesamt 395 Millionen Euro an EU-Fördermitteln in den Schwerpunkt »Verringerung der CO2-Emissionen«!
Mit diesem Geld können Gemeinden ihre Schulgebäude energetisch sanieren oder in eine moderne, energieeffiziente Straßenbeleuchtung investieren. Sächsischen Betrieben erleichtert die Unterstützung durch EU-Mittel den Wechsel hin zu erneuerbaren Energien. Zudem erhalten Forschungsprojekte Fördergelder, wenn sie an klimaschonenden Energieträgern der Zukunft forschen. Die EU macht sich also in vielerlei Hinsicht fürs Klima stark, auch in Sachsen. Daher sind auch im neuen Förderzeitraum wieder umfassende Programme für den Klimaschutz geplant.

Durch das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (EPLR) des Freistaats Sachsen sollen die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Land- und Forstwirtschaft gesteigert und die Lebensqualität im ländlichen Raum durch mehr Umwelt- und Landschaftsschutz verbessert werden. Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) ist das Instrument, mit dem die EU diese Ziele auch in Sachsen fördert. Die aktuelle Förderperiode 2014-2020 wurde für den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) durch eine Übergangsverordnung um zwei Jahre bis 2022 verlängert. Die neue Förderperiode erstreckt sich somit auf einen Zeitraum von fünf Jahren von 2023 bis 2027.

In Sachsen wurden in den vergangen Jahren viele Tausend Projekte durch die Strukturfonds ESF und EFRE gefördert. Im Bereich „Projekte“ können Sie nach geförderten Projekten recherchieren und sich inspirieren lassen.

Antragstellung / Förderung

Die Förderinstrumente aus dem EFRE und dem ESF sind vielfältig und an unterschiedlichsten Bedarfen orientiert. Einen Überblick über die verschiedenen Förderinstrumente gibt es hier.

Jeder kann von den finanziellen Mitteln aus den Strukturfonds der Europäischen Union profitieren. Der richtige Ansprechpartner für die Antragstellung ist die Sächsische Aufbaubank (SAB).
Dabei ist es wichtig zu klären, welches Förderprogramm für den eigenen Bedarf geeignet ist. Eine Übersicht zu den einzelnen Förderungen ist hier zu finden.

Die Antragstellung und das Verfahren sind kostenfrei.

Der Zuschuss muss (ausgenommen im Betrugsfall und bei Mikrodarlehen) grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden.

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