Dørte Pardo López von der EU-Kommission berichtet Neuigkeiten aus Brüssel
Dørte Pardo López (3. v.l.) informiert zum Stand der Verhandlungen des nächsten Mehrjährigen Finanzrahmens

Blick nach vorn beim Unterausschuss JTF: Die EU-Förderung nach 2027 nimmt Gestalt an

Wie geht es mit der EU-Förderung nach 2027 weiter? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Sitzung des Unterausschusses des Just Transition Fund (JTF) Sachsen am 25. August in der IHK-Geschäftsstelle Görlitz. Das Gremium begleitet die Umsetzung des JTF in Sachsen und berät regelmäßig über den Stand des Programms, notwendige Anpassungen und die nächsten Etappenziele.

Besonderer Gast war diesmal Dørte Pardo López von der Generaldirektion Regional- und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission. Sie ist in Brüssel für den JTF in Sachsen zuständig und informierte über den Stand der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Jahre 2028 bis 2034.

Dabei wurde deutlich: Die Europäische Union plant einen grundlegenden Umbau ihrer Regional- und Strukturförderung. Künftig sollen die bisherigen Förderfonds – darunter EFRE, ESF+ und JTF – in sogenannten Partnerschaftsplänen gebündelt werden. Ziel ist es, die Förderung einfacher, übersichtlicher und stärker auf gemeinsame europäische Ziele auszurichten.

Die Verhandlungen dazu laufen derzeit auf Hochtouren. Bis Ende des Jahres soll möglichst eine Einigung erzielt werden, damit die neue Förderperiode 2028 ohne Verzögerungen beginnen kann. So sollen Förderlücken vermieden und neue Projekte nahtlos an bestehende Programme anknüpfen können.

Wie vielfältig EU-Förderung bereits heute in der Region wirkt, zeigte der zweite Teil der Sitzung. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Verwaltung stellten Projekte vor, die mit Unterstützung des JTF umgesetzt werden. Denise Kieschnick, Leiterin des Schul- und Sportamtes des Landkreises Görlitz, berichtete über Investitionen in die beruflichen Schulzentren des Landkreises. Prof. Dr. Thomas D. Kühne vom CASUS – Center for Advanced Systems Understanding – und Dr. Tobias Dornheim vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf präsentierten Forschungsprojekte, die den Strukturwandel in der Lausitz mit innovativer Wissenschaft begleiten.

Die Sitzung zeigte damit zwei Seiten der EU-Förderung: Während in Brüssel die Rahmenbedingungen für die Zeit ab 2028 verhandelt werden, entstehen in Sachsen bereits heute Projekte, die den Wandel vor Ort sichtbar machen.

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