Umweltminister von Breitenbuch übergibt Fördermittelbescheid an die ABX advanced biochemical compounds GmbH
Umweltminister von Breitenbuch bei der ABX advanced biochemical compounds GmbH (© SMUL)

EU-Förderung ermöglicht Flächenrecycling in Radeberg

Mit Unterstützung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird in Radeberg ein stark belasteter Altstandort saniert und für eine neue Nutzung vorbereitet. Der Freistaat Sachsen fördert die Bodensanierung eines ehemaligen Industrieareals mit rund 6,6 Millionen Euro. Ziel ist es, bestehende Flächen wieder nutzbar zu machen und zusätzliche Versiegelung am Stadtrand zu vermeiden.

Empfänger der Förderung ist die Radeberger ABX advanced biochemical compounds GmbH, ein international tätiger Hersteller von Radiopharmazeutika für die Krebsdiagnostik und -therapie. Das Unternehmen plant auf dem Gelände den Neubau eines Produktionsgebäudes und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Das rund 2,4 Hektar große Areal an der Pillnitzer Straße war über Jahrzehnte industriell genutzt und weist erhebliche Bodenbelastungen auf, unter anderem durch Mineralölkohlenwasserstoffe und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Im Rahmen des Projekts werden alte Gebäude abgebrochen, kontaminierte Bodenschichten bis in mehrere Meter Tiefe ausgehoben und fachgerecht entsorgt.

Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei etwa 8,6 Millionen Euro. Neben den EFRE-Mitteln fließen auch Landesmittel des Freistaates Sachsen ein; der Eigenanteil des Unternehmens beträgt rund 2 Millionen Euro. Die Umsetzung ist auf zwei Jahre angelegt, anschließend kann mit dem Hochbau begonnen werden.

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der seit 2024 geltenden EFRE-Förderrichtlinie „Flächenrecycling und Dekontaminierung von Standorten“. Sie unterstützt Kommunen und Unternehmen bei der Sanierung belasteter Flächen mit einem Fördersatz von bis zu 77 Prozent. Ein verpflichtender Anteil naturnaher Grünflächen nach Abschluss der Maßnahmen stärkt zusätzlich Umwelt- und Klimaschutz.

Anträge im Rahmen der Richtlinie können bei der Landesdirektion Sachsen gestellt werden. Die Mittel werden gemeinsam vom Europäischer Fonds für regionale Entwicklung und vom Freistaat Sachsen bereitgestellt.

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