Collage von Bildern einer Veranstaltung zur Kunst am Bau

Neues Europäisches Bauhaus: Künstler eröffnen neue Perspektiven für Dresdens Forschungsbau

Zum Auftakt der Festivalwoche des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB) hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus am Dienstag im Zentrum für Baukultur ein ungewöhnliches Forum veranstaltet. Im Mittelpunkt stand der geplante Neubau des „Projekthauses Zukunft“ der TU Dresden – allerdings nicht aus architektonischer oder technischer Sicht allein.

Forscher, Architekten, Vertreter der Bauverwaltung, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie interessierte Bürger diskutierten gemeinsam mit neun Meisterschülern der Hochschule für Bildende Künste Dresden über die Frage, wie Räume für Kreativität und Spitzenforschung künftig gestaltet werden können.

Die angehenden Künstler hatten eigens für die Veranstaltung Arbeiten zum Thema „Umwelten der Kreativität“ entwickelt. Ihre Entwürfe und Gedanken dienten als Ausgangspunkt für ein öffentliches Kolloquium. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung von Begegnungsorten im Forschungsalltag, um Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten sowie um die Frage, wie sich Gebäude an veränderte Anforderungen anpassen können.

Der Neubau soll nach den Leitgedanken des Neuen Europäischen Bauhauses entstehen. Die EU-Initiative verbindet Nachhaltigkeit, Ästhetik und gesellschaftliche Teilhabe. Genau dieser Aspekt der Teilhabe stand im Mittelpunkt des Abends: Unterschiedliche Perspektiven sollten frühzeitig in den Planungsprozess einfließen.

Die Diskussion zeigte, wie fruchtbar der Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft sein kann. Viele der vorgestellten Ideen würden in klassischen Planungsverfahren kaum zur Sprache kommen. Das Fazit: Neue Denkanstöße entstehen dort, wo unterschiedliche Disziplinen und Sichtweisen aufeinandertreffen – ein Ansatz, den das Neue Europäische Bauhaus ausdrücklich fördert.

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