Ministerpräsident Kretschmer befüllt die Zeitkapsel (Foto: Markus Horn)

Grundsteinlegung für neuen Bildungscampus in Dresden-Prohlis

77,5 Millionen Euro EU-Förderung für das Berufsschulzentrum Elektrotechnik – hier entstehen moderne Lernorte für rund 2.250 Auszubildende und Schülerinnen und Schüler

Ein wichtiger Schritt für die berufliche Bildung und die Fachkräftesicherung in Sachsen: Am 2. November 2026 wurde in Dresden-Prohlis der Grundstein für das neue Berufsschulzentrum für Elektrotechnik (BSZ ET) gelegt. Mit dem Neubau entsteht ein moderner Bildungscampus, der junge Menschen auf Berufe in Zukunftstechnologien vorbereitet und insbesondere die sächsische Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie stärken soll. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit 77,5 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm.

Zur feierlichen Grundsteinlegung kamen unter anderem Ministerpräsident Michael Kretschmer, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Finanzminister Christian Piwarz und Kultusminister Conrad Clemens zusammen. Axel Walther, Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien Dresden (KID), begrüßte die Gäste und stellte das Bauvorhaben vor. Gemeinsam wurde eine Zeitkapsel befüllt und in das Fundament eingebracht – ein symbolischer Moment für den Start eines bedeutenden Bildungsprojekts.

Investition in die Fachkräfte von morgen

Auf dem Gelände an der Boxberger Straße entsteht ein modernes, barrierefreies Schulgebäude mit einer Vier-Feld-Sporthalle sowie Sport- und Freiflächen. Rund 2.250 Schülerinnen und Schüler sollen hier künftig von mehr als 100 Lehrkräften unterrichtet werden. Die geplanten Baukosten des Schulbauvorhabens belaufen sich auf rund 102 Millionen Euro. Davon sind 77,5 Millionen Euro EU-Fördermittel bewilligt.

Das Bildungsangebot richtet sich an Fachkräfte von morgen in Bereichen wie Elektrotechnik, Mechatronik, Mikrotechnologie und Informatik. Damit leistet der neue Campus einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung – gerade mit Blick auf die dynamische Entwicklung der Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie in Sachsen.

Ein besonderes Angebot wird ein Ausbildungsgang sein, der vollständig in englischer Sprache stattfindet. Damit sollen auch internationale Auszubildende angesprochen und die berufliche Bildung für junge Menschen aus anderen Ländern geöffnet werden.

Nachhaltig bauen und lernen

Auch beim Bau selbst spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das Schulgebäude entsteht in Holzhybridbauweise. Darüber hinaus sollen aufbereitetes Abbruchmaterial vor Ort wiederverwendet und damit Transporte sowie der Bedarf an neuen Baustoffen reduziert werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt das nachhaltige Gebäudekonzept.

Die Sporthalle und die Freiflächen sollen nicht nur dem Schulbetrieb dienen, sondern auch Möglichkeiten für eine gemeinschaftliche und kulturelle Nutzung im Stadtteil bieten. So wird der neue Campus zugleich ein Baustein für die positive Entwicklung von Dresden-Prohlis.

EU-Förderung als wichtiger Impuls für Sachsen

Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstrich bei der Grundsteinlegung die Bedeutung der europäischen Unterstützung. Die Investition sei ein „absolut richtiges und notwendiges Investitionsprojekt“ für die Zukunft des Freistaates. Angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Fachkräftebedarfs brauche Sachsen gut ausgebildete Menschen. Zugleich betonte er die Bedeutung von Zuwanderung und einer offenen Gesellschaft, die jungen Menschen aus anderen Ländern Perspektiven bietet.

Auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert hob die Bedeutung des Neubaus für Dresden hervor. Die Ansiedlungen und das Wachstum der Industrie im Dresdner Norden seien eine große Chance für die Stadt. Dafür brauche es qualifizierte Fachkräfte, die in der Region ausgebildet werden und hier berufliche Perspektiven finden. Das neue Berufsschulzentrum sei dafür eine wichtige Grundlage und zugleich ein Impuls für die Entwicklung des Stadtteils Prohlis.

Mit der Grundsteinlegung ist der nächste Schritt auf dem Weg zu einem zukunftsorientierten Bildungsstandort getan. Die EU-Förderung unterstützt damit nicht nur den Bau einer modernen Schule, sondern eine Investition in Bildung, Fachkräfte und die wirtschaftliche Zukunft Sachsens.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Alternativ können Sie dies auch verweigern.