Vorhaben von
strategischer Bedeutung
für Sachsen

Blick auf einen stark fließenden Fluss vor einem Wohngebiet

Hochwasserschutz für Döbeln – ein bedeutendes Fördervorhaben der Europäischen Union

In Döbeln wurde beim Augusthochwasser 2002 fast die Hälfte des bebauten Stadtgebietes überschwemmt. Die Innenstadt stand teilweise mehr als 3,50 Meter unter Wasser. Der Gesamtschaden lag bei 150 Millionen Euro. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes ließ der Freistaat Sachsen Hochwasserschutzkonzepte für alle Fließgewässer I. Ordnung erstellen - darunter auch für die Mulde. Das Projekt „Freiberger Mulde, Hochwasserschutz Döbeln“ wurde einer hohen Dringlichkeit zugeordnet. Im Jahr 2004 begannen die ersten Vorplanungen. Seitdem wurden Hochwasserschutzanlagen am Mühlgraben Sörmitz, ein neues Verteilerwehr, der Ausbau der Flutmulde und der Ersatzneubau der Brücke Straße des Friedens fertiggestellt.

Seit vielen Jahren werden Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Hochwasserschutz in Sachsen eingesetzt. Im Förderzeitraum 2014 bis 2020 waren es alleine 164 Millionen Euro, von 2021 bis 2027 sind es wieder 76 Millionen Euro. Die Vollendung des Hochwasserschutzes für Döbeln ist im Förderzeitraum 2021 bis 2027 ein Vorhaben von strategischer Bedeutung und wird mit insgesamt 27 Millionen Euro von der EU gefördert.

Landkarte mit Markierung auf Döbeln
Name des Vorhabens: Freiberger Mulde, HWS Döbeln. Bauabschnitt Wappenhenschanlage
Zeitraum: 30.08.2023 bis 3. Quartal 2027
Förderfähige Gesamtkosten: 10.656.644 €
Ort: Döbeln
Interventionskategorie: Förderung der Anpassung an den Klimawandel und der Katastrophenprävention und der Katastrophenresilienz unter Berücksichtigung von ökosystembasierten Ansätzen
Förderrichtlinie: Hochwasserrisikomanagement (Erlass; durchführende Stelle: Landestalsperrenverwaltung)
Fördergegenstand: Hochwasserrisikomanagement
Fonds: EFRE

Von der Flut zum Flutschutz

Dramatische Szenen von der Flut in Döbeln und Impressionen der bisher fertiggestellten sowie im Bau befindlichen Maßnahmen für mehr Hochwasserschutz in der Muldestadt - das zeigt unser Video.

Die Phasen des Projekts

Verfolgen Sie hier in unserem Bautagebuch alle Fortschritte und Meilensteine:

Bauzeit 2009 bis 2011

Bauabschnitt
Ritterstraße

fertiggestellt

Bau einer 130 Meter langen Hochwasser­schutzwand mit Natursteinverblendung und Tiefgründung aus Bohrpfählen

Bauzeit 2013 bis 2014

Sörmitz
(Am Mühlgraben)

fertiggestellt

Bau einer 355 Meter langen Hochwasser­schutzwand mit Natursteinverblendung sowie gefärbter Matrizenschalung und Tiefgründung aus Bohrpfählen; Bau eines 83 Meter langen Deiches mit Deichüberfahrt

Bauzeit 2014 bis 2017

Verteilerwehr
(ehem. Schlossbergwehr)

fertiggestellt

Bau einer automatisierten Wehranlage mit zwei Wehrfeldern (Fischbauchklappen) zu je 19,50 Metern

Bauzeit 2014 bis 2021

Flutmulde
Döbeln

fertiggestellt (4 Bauabschnitte)

Bau von Hochwasserschutzwänden auf einer Gesamtlänge von ca. 2.200 Metern mit gefärbter Matrizenschalung und Tiefgründung aus Bohrpfählen zur Vergrößerung des Fließquerschnittes

Bauzeit 2018 bis 2019

Brücke
Str. des Friedens

fertiggestellt

Ersatzneubau einer 100 Meter langen und 12,7 Meter breiten Spannbetonbrücke zur Vergrößerung des Fließquerschnittes der Flutmulde

Bauzeit 2023 bis 2027

Wappenhenschanlage

Bau über 3 Bauabschnitte

Bau von Hochwasserschutzwänden auf einer Gesamtlänge von 910 Meter mit Tiefgründungen verschiedenster Ausführung (Bohrpfahl, Spundwand, Mikrobohrpfähle)

Bauzeit 2024 bis 2028

Klostergärten

Ausführungsplanung

Bau einer ca. 900 Meter langen Hochwasser­schutzwand, teilweise mit Naturstein-verblendung; Bau eines ca. 100 Meter langen Deiches

Bauzeit 2025 bis 2028

Altstadt

Ausführungsplanung

Bau einer ca. 600 Meter langen Hochwasser­schutzwand mit Natursteinverblendung

Bauzeit 2027 bis 2028

Färberhäuser

Ausführungsplanung

Bau einer ca. 200 Meter langen Hochwasser­schutzwand mit Natursteinverblendung

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