Das alternative Lernangebot richtet sich an Grundschulkinder, die aufgrund ausgeprägter emotionaler, sozialer oder psychischer Belastungen nicht oder nur sehr eingeschränkt am Unterricht teilnehmen können. In Sachsen nimmt das Projekt eine besondere Rolle ein, da es als Pilotprojekt im Grundschulalter einmalig ist. Gefördert wird es von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen, zunächst für zwei Jahre mit Verlängerungsoption.
Betreut werden sechs bis acht Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4, die häufig von schwierigen Bedingungen im privaten Umfeld betroffen sind, sich schulischen Anforderungen entziehen oder im Klassenverband nicht mehr unterrichtbar sind.
Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz. Neben kurzen schulischen Einheiten umfasst der Alltag gemeinsame Mahlzeiten, gesundes Kochen, Ausflüge sowie Bewegungs-, Entspannungs- und Erholungsangebote. Ergänzt wird dies durch externe Therapie- und Lernformate wie Ergotherapie, Musik, Klangschalentherapie oder therapeutisches Reiten. Die Kinder sollen dabei lernen, sich selbst zu regulieren und soziale Kompetenzen wieder neu zu gewinnen.
Langfristig verfolgt das MOD-Projekt das Ziel, emotionale Stabilität aufzubauen und die Gruppenfähigkeit so wieder zu entwickeln, dass der Weg zurück in die Schule wieder aufgenommen werden kann. Gleichzeitig entlastet es Familien, Lehrkräfte und die Schulen. Damit steht das Projekt exemplarisch für eine Förderpraxis, die Bildung und soziale Unterstützung miteinander verbindet.